Cybergewalt im familiären Kontext

Das Studio im 2ten (Floßgasse 9, 1020 Wien)

Cybergewalt im familiären Kontext

Donnerstag, 11. Dezember 2025, 14.00 bis 18.00 Uhr

Location: Das Studio im 2ten, Wien
Vortragende: Mag.a Susanne Beck & Mag.a Petra Smutny
Kosten: 240,- Euro (inkl. 20% MwSt., Seminarunterlagen & Getränke)

Digitale Gewalt in Trennungs- und Scheidungsauseinandersetzungen nimmt zu. Gezielte Angriffe und die Verbreitung von peinlichen oder kompromittierenden Inhalten, die früher im familiären Rahmen ausgetauscht wurden, werden nach dem Scheitern der Beziehung häufig dazu verwendet, die Ex-Partnerin oder den Ex-Partner bloßzustellen, zu diffamieren oder zu belästigen. Wer betroffen ist, muss aber nicht tatenlos bleiben.

Welche rechtlichen Schritte – vom Antrag auf Einstweilige Verfügung bis zur Strafanzeige – sind sinnvoll und aussichtsreich? Welche Voraussetzungen müssen für gerichtliche Schutzmaßnahmen erfüllt sein? Was gilt, wenn Inhalte eines familiengerichtlichen Verfahrens oder der Ärger über die gegenwärtige Betreuungssituation der Kinder auf Social Media geteilt werden? Wann wird aus dem Bedürfnis, mit Gleichgesinnten über die schwierige Lebensphase zu kommunizieren, ein Eingriff in die geschützte Privatsphäre beteiligter Personen? Und: Wann benötigen Eltern für die Veröffentlichung von Bildern ihrer Kinder auf digitalen Plattformen deren Einwilligung?

Im Mittelpunkt unseres Seminars zu dieser Thematik stehen daher folgende Inhalte:

  • Gewalt, sonstige Grenzverletzungen sowie Missbrauchsdarstellungen im digitalen Raum
  • Cybermobbing, Cyberstalking, Sexting, Cybergrooming, Dick pics, Sextortion etc.
  • Gemeinsamkeiten & Unterschiede zwischen Mobbing und Cybermobbing sowie zwischen Stalking und Cyberstalking
  • Welche weiteren Straftatbestände sind bei Mobbing- und Stalking-Handlungen im digitalen Raum häufig betroffen?
  • Einstweilige Verfügung gegen Cybermobbing?
  • Welche Schutzmaßnahmen sind mit zivilrechtlichen Mitteln möglich und welche Faktoren sind für die Rechtsdurchsetzung wesentlich?
  • Facebook, Twitter, Instagram: Die Veröffentlichung von Kinderfotos in sozialen Netzwerken
  • Zum Recht des Kindes am eigenen Bild und den persönlichen Daten
  • Posting mit und ohne Sorgerecht? Zum Zusammenhang zwischen Obsorgeverhält-nissen und der (un)zulässigen Verbreitung von Bildern und Daten der Kinder
  • Der Pflegschaftsakt im Internet: Veröffentlichungsverbot mit Gerichtsbeschluss?

Mehr Informationen und Anmeldung: https://ziff.at/anmeldung/

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