Trauma, ACEs und Substanzkonsum – Jugendliche at Risk?

Ambulatorium– die Boje (Hernalser Hauptstraße 15, im Hof links, 1170 Wien)

Seminar für Fachpersonen

Trauma, ACEs und Substanzkonsum – Jugendliche at Risk?
Interdisziplinäre Überlegungen zur Unterstützung bei Abhängigkeitserkrankungen und Substanzbezogenen Störungen in der Adoleszenz

Zeit: 09.00 bis 17.00 Uhr (acht Einheiten zu je 45 Minuten)
Teilnehmer*innen: max. 30 Personen
Ort: Ambulatorium – die Boje, Hernalser Hauptstraße 15, im Hof links, 1170 Wien
Preis: € 180,-

Der Konsum und Missbrauch von Suchtmitteln und damit verbundene Abhängigkeitserkrankungen nehmen mittlerweile einen sehr breiten Raum im psychiatrischen Spektrum des Klinikalltags ein. Während mancherorts generell von einem deutlichen Anstieg des Suchtmittelkonsums bei Jugendlichen und jungen Menschen seit der Corona-Krise berichtet wird, zeigen jene Studien, die turnusmäßig in größeren Zeiträumen dazu durchgeführt werden, eine leichte Abnahme im Suchtmittelkonsum auf.

Es ist daher davon auszugehen, dass der klinisch wahrnehmbare Anstieg des Substanzkonsums insbesondere bei jenen Jugendlichen und jungen Menschen zu beobachten ist, die ein hohes Risiko haben, an seelischen Störungen zu erkranken. So ist bei der Diagnostik bei psychiatrisch auffälligen jungen Menschen auch immer auf den Missbrauch und/oder den intensiven Konsum von Suchtmittel jeglicher Art zu achten.

Wir wollen in dem Seminar einen Überblick über die verschiedenen Aspekte zum Thema Missbrauch von psychoaktiven Substanzen und mögliche Abhängigkeitsentwicklung bei jungen Menschen geben. Neben der Epidemiologie und theoretischen Überlegungen zur Entstehung von Abhängigkeit und Sucht wird ein Überblick über klassisch wiederkehrende Konstellationen in Klinik und Anamnese bei Konsument*innen dieser Altersgruppe gegeben mit besonderer Berücksichtigung auf TRAUMA und Substanzgebrauch. Die gängigen Substanzen und deren Wirkungsweise werden besprochen wobei auch vertieft auf die bekannten Folgen z.B. von Cannabiskonsum auf das jugendliche Gehirn Bezug genommen wird. Weitere Schwerpunkte des Seminars sind Ausführungen zur Haltung in der Behandlung von Suchtmittel konsumierenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen und zu möglichen Fallstricken für Psychotherapeuten in der Behandlung. Zum Abschluss erfolgt ein Überblick über die Behandlungsstrategien, die sich im medizinischen, psychotherapeutischen und interdisziplinären Bereich etabliert haben

 

Assoc .Prof. Priv. Doz. Primaria Dr.in med. Katrin Skala
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin; Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie; Psychotherapeutin (GP); 2010 bis 2024 Oberärztin an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des AKH Wien; bis 2010 Tätigkeit in der Erwachsenenpsychiatrie;

Seit 2021 Leitung der Arbeitsgruppe „Sucht“ der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie; Seit 2024 Primaria des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Ambulatoriums Alsergrund. Seit 1.7.2025 Chefärztin des Kuratoriums für Psychosoziale Dienste in Wien

Mitglied der Ethikkommission der Medizinischen Universität Wien

Dr.in Magdalena Iwanowytsch
Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie
2009 – 2016 Fachärztinnenausbildung an der Universitätsklinik für kinder- und Jugendpsychiatrie des AKH Wien und Mitarbeit in der Suchthilfeeinrichtung Verein Dialog
2017 Eröffnung der Wahlarztordination; substituierende Fachärztin; Seit 2024 Fachärztin in der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Ambulanz Alsergrund

Dr. Christian Müller
Facharzt für Psychiatrie und Neurologie
Facharzt für Kinder-Jugendpsychiatrie
Ambulanz für Abhängigkeitserkrankungen im Jugendalter (Amba)
Kjpp Nord

 

Anmeldungen (bitte die gewünschte Rechnungsadresse angeben) an: traumazentrum@die-boje.at

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